Small- und Midcaps tragen den Aufschwung

Die Vorzeichen an der Börse sind weiterhin gut, meint Stephan Albrech. Besonders Small- und Midcaps stehen hinter dem robusten Aufschwung.

Der Bullenmarkt nach Corona steht auf gesunden Füßen und er wird noch Jahre andauern. Denn der Anstieg an den Aktienmärkten wird von allen Aktien getragen und nicht nur von Blue Chips wie Amazon (WKN: 906866) und Apple (WKN: 865985). Noch besser: Kleine Aktien (Smallcaps) und mittelgroße Werte (Midcaps) entwickeln sich seit dem Tief stärker als der S&P 500.

Small- und Midcaps mit Rückenwind

Die Stärke der kleinen und mittleren Aktien ist ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass der Aktien-Bulle auf sehr soliden Füßen steht und ihn so schnell nichts aus der Bahn werfen dürfte. Kritisch würde es erst, wenn nur die Dickschiffe die Börse nach oben ziehen. Dies ist meist am Ende einer Aufwärtsbewegung der Fall. Doch davon ist derzeit nichts zu sehen.

Die stärkere Performance der kleinen und mittelgroßen Werte ist typisch für jede wirkliche Hausse. Seit 2003 waren die kleinen und mittleren Aktien im Aufschwung stets stärker als der Dickschiff-Index des S&P 500. Nun ist es wieder so. Das ist übrigens nicht auf die USA beschränkt. In Europa haben die Smallcaps in den vergangenen sechs und zwölf Monaten jeweils rund neun Prozent mehr zugelegt als die großen Titel.

Tipp der Redaktion: Mit ETFs lässt sich gezielt in Small- und Midcaps investieren. Anleger, die darauf setzen, versuchen die Size-Prämie für sich zu nützen. Erfahren Sie mehr über Smart-Beta-ETFs.

Freilich heißt das nicht, dass es in den kommenden Wochen und Monaten wie am Schnürchen nach oben gehen wird. Immer wieder wird es zu Rücksetzern kommen. Dann werden die Kassandras der Börse rufen, dass sie es schon immer gewusst hätten: „Das kann doch nicht gut gehen.“ Doch diese Sorgen, die sogenannte „wall of worry“, sind es, die den Bullenmarkt antreiben.

Über den Autor: Stehpan Albrech

Stephan Albrech ist Vorstand der Albrech & Cie Vermögensverwaltung in Köln.